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CST- HISTORY

Alles begann mit einer Idee! Ein sportliches Fahrzeug wie der Super Seven war gegen Ende der 90iger Jahre zum Eisdielen- Racer degradiert! Selbst wenn die Seven-Szene boomte, in- und ausländische Hersteller immer ausgereiftere Varianten des inzwischen 40 Jahre alten Urahn Lotus Super Seven vorstellten, eine Möglichkeit zum motorsportlichen Einsatz gab es nicht. Das sollte sich ändern!

Einen ganzen Winter lang wurde an einem sinnvollen Reglement gefeilt, ein Terminplan zusammengestellt, der sowohl preisgünstigen Motorsport für Einsteiger als auch maximalen Schutz für die Teilnehmer bot.

Im Rahmen genehmigungspflichtiger Motorsportveranstaltungen regionaler Automobilsportclubs genießt die CST und ihre Teilnehmer nicht nur professionelle Betreuung und Versicherungsschutz seitens der ausrichtenden Vereine, Streckenaufbau, Zeitmessung und medizinische Notfallversorgung entsprechen jeder Zeit dem hohen geforderten Standard der Dachorganisation DMSB bzw. NAVC!

Im Vordergrund sollte allzeit stehen: Spaß an gemeinsamer Rennsportaction, aber verbissene Erfolgsstrategen unerwünscht! Die vielen unterschiedlichen Seven-Konzepte, vom 86 PS-kentgetriebenen Caterham bis zum 8-Zylinder Westfield in ein gemeinsames Reglement zu packen erfordert weitestgehende Freiheit in allen technischen Belangen, was allerdings gerade beim Rennslalom, der Schwerpunktdisziplin der CST, keinen Nachteil bedeutete. Hier entscheidet mehr als bei allen anderen Motorsportsparten das Geschick des Fahrers über eine gute Plazierung!



Im April 2000 fiel der Startschuß für die erste Veranstaltung der Trophy, beim Flugplatz-Nachtslalom in Bad Neuenahr! Es sollte eine gelungene Veranstaltung werden.

Das erste Jahr war bezüglich der Teilnehmerzahl das erwartete Auf und Ab, mit einem Minusrekord von 5 Startern in Kaiserslautern und dem versöhnlichen Abschluß in Bayreuth, wo 17 Piloten den schnellen Verkehrsflugplatz bewältigten.

Die Meisterschaft teilten sich die schnellen Caterham, Marco Schuh gewann mit seinem HPC die Slalomwertung, Gerhard Menczigar war im 135-PS Super Sprint der verdiente Gesamtsieger.

Das folgende Jahr brachte neben einigen neuen und sehr interessanten Strecken eine besondere Neuerung: die Lotus Elise- Fahrer waren ab sofort startberechtigt! Das elektrisierende Duell der Konzepte sorgte für Hochspannung auf der Strecke und noch vollere Starterfelder. Bad Neuenahr, Haiger, Nürnberg und Bayreuth waren wieder auf dem Terminplan, neu hinzu kamen mit Worms und Kassel zwei Veranstaltungen, die inzwischen zu den absoluten Highlights der CST zählen.

Der Gesamtsieger 2001 hieß Karl Hetzner, der mit viel Einsatz einen Rush- Seven bewegte und bei allen Veranstaltungen fleißig punktete. Die ausgeschriebenen Sonderwertungen gewannen Thomas Böbel (Slalom) und Thorsten Wünsch (beste Lotus Elise).

Das Jahr 2002 war in jeder Hinsicht ein weiterer Schritt nach vorne. Bei den veranstaltenden Motorsportclubs steht die attraktive Truppe der englischen Sportwagen hoch im Kurs, nicht zuletzt, weil man sich nicht die Blöße gibt, außer einem klangvollen Namen nichts zu bieten. Die erzielten Zeiten der CST`ler sind inzwischen die Meßlatte für alle übrigen Teilnehmer, kaum ein Parcours, auf dem wir nicht den Streckenrekord halten.

Die Anzahl der ständigen Teilnehmer hat inzwischen ein beachtliches Level erreicht, angereichert durch gerne gesehene Gäste, die übrigens durchaus keine Clubzugehörigkeit oder Einschreibung in die Trophy nachweisen müssen, um am Wettbewerb teilnehmen zu dürfen.

In der Saison 2002 heißt der Sieger erneut Karl Hetzner, HKT F20 sein neues Sportgerät. Dahinter balgen sich die Seven und Elisen um die Ehrenplätze, wobei der talentierte Neueinsteiger Stefan Skotarek (Caterham VVC) das beste Ende für sich behält. Die schnellste Lotus Elise fährt wieder Thorsten Wünsch, der eine harte Nuß für seine Markenkollegen ist.

In diesen 3 Jahren hat sich die Clubsport Trophy in der deutschen Motorsportlandschaft fest etabliert, die Mischung aus Slalom, Berg und Rundstrecke stimmt ebenso wie das Preis/ Leistungsverhältnis und die Chemie zwischen den Teilnehmern. Ein Seven oder eine Elise taugt eben nicht nur für die Fahrt zur Eisdiele, wir haben es bewiesen. Colin Chapman wäre stolz auf uns!

In 2003 ein weiteres Novum: eine Lotus Elise erringt den Gesamtsieg der CST! Gefahren vom überragenden Slalomexperten und ehemaligen deutschen Slalommeister Hans Bauer setzt sich die petrolblaue Imhof-Specials Elise in einem spannenden Finale durch, sicherlich begünstigt durch das Fernbleiben des Düsseldorfers Stefan Skotarek, der sich mit seinem Caterham schon ganz weit vorne wähnte und die Streichresultate nicht berücksichtigte. So ergab sich nur ein zweiter Platz im Endklassement gefolgt von Thomas Böbel und Karl Hetzner, die 0,5 Punkte auseinander lagen - nach 15 Veranstaltungen!

Der Dominator der Jahre 2004 und 2005 war eindeutig Thomas Böbel, zu sehr ist er mit seinem Caterham vertraut, zu genau kennt er dessen physikalische Grenzen, zu wenige Fehler begeht er. Das Resultat ist kaum zu toppen - 2 überlegene Gesamtsiege, im Jahr 2005 mit Streckenrekorden auf fast jeder Rennstrecke!

Dieses Jahr 2005 hat aber für die CST noch viel mehr zu bedeuten: mit der Aufnahme der Opel Speedster in die Punktewertung erfährt die etablierte Serie eine weitere Aufwertung. Das ohnehin schon hochwertige Starterfeld bekommt durch die engagierten Opel- Piloten völlig neue Impulse, die Zeiten werden immer schneller, die Anzahl der Starter wächst auf deutlich über 30 Aktive. Ein Grund dafür mag auch in dem Engagement der Fa. KUMHO Tire zu suchen sein, die mit einer Preisgeldsumme von 5000,- EUR mehr als großzügig für Unterstützung sorgten.

Apropos Unterstützung: hier erboten sich 2 sehr engagierte Piloten, Opel Speedster Fahrer Karsten Dempert und Lotus Elise - Markenpokalgewinner Boris Fengler der CST in Zukunft als Organisatoren zur Verfügung zu stehen. Mit vielen guten und innovativen Ideen.

Das Jahr 2006 galt Elise! Silver runs for Gold. So sollte sich der Leitspruch des Elise MK1 Piloten Boris Fengler bewahrheiten. Der letztjährige Rookie Sieger bewies Nervenstärke und Kontinuität. Mit fahrerischem Einsatz und dem richtigen „Popometer" konnte er auch alle wesentlich stärker motorisierten Kontrahenten hinter sich lassen. Trotz eines äußerst starken und großen Starterfeldes der Opel Speedster Fraktion gewann er nicht nur den Gesamtsieg, sondern auch den Titel der schnellsten Lotus Elise und den Sieger Pokal der Seven-IG. Ein toller Ansporn für jeden Neueinsteiger, der vielleicht der Meinung ist er könne ohne großen finanziellen Aufwand keinen Blumentopf gewinnen.

2007 war wieder ein Elisenjahr. Gunder Köth hatte es doch noch geschafft, den schon fast feststehenden Sieger Winfried Breidenstein zu stürzen. Die Modifikationen an seiner pfeilschnellen Lotus Elise machten sich bezahlt. Ab dem 12. August war Gunder Köth quasi nicht mehr zu schlagen. Er behielt die Nerven und fuhr von Sieg zu Sieg. Somit verdiente er sich die Lohrbeeren ehrenhaft, denn selbst ein spektakulärer Krümmerbruch im Finallauf konnte Ihn nicht irritieren. Er wird eine echte Hürde für alle Kontrahenten für die nächste Saison werden.

2008 stand ein Seven ganz oben. Der neue Champion hatte lange darauf hin gearbeitet. Winfried Breidenstein konnte mit einer nahezu sensationellen Saison seinen ersten Titel als Gesamtsieger erkämpfen. Es lag nicht nur am perfekten Seven, sondern auch die Nervenstärke von Winfried Breidenstein. Fahrer und Fahrzeug waren Garanten für Top Ergebnisse. Vorjahressieger Gunder Köth musste sich dem Gesamtsieger aus der 2006 geschlagen geben und belegte Rang drei hinter Boris Fengler, beide auf Lotus Elise MK1.

2009 Ein Champ schlägt zurück. Die schnelle Elise MK1 zeigt wieder Zähne. Gunder Köth hat gerade im ersten Saisonabschnitt die Grundlage für den Sieg gelegt. Mit fünf Siegen in Folge stand früh fest, das es schwer sein würde die Elise zu schlagen. So kam es das zwei Rennen vor Saisonende der Sieger fest stand. Auch Gerd Reusch, der nochmals ab Mitte der Saison massiv zur Attacke blies konnte hier dran nichts mehr rütteln Ein würdiger Gesamtsieger, der viel an seinem Fahrzeug optimieren konnte und sich auf die Zeitenjagden am besten einstellen konnte. Gerd Reusch im Yamaha Seven sicherte sich den Vize Titel vor dem Exige Fahrer Thomas Knöcklein.

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